Nachdem sich die neuformierte Truppe des Regionalliga-Aufsteigers bereits in den Heimspielen gegen den TSV Blaustein (28:22) und TSV Alfdorf (35:31) durchgesetzt hatte, stand am Dienstagabend der nächste Härtetest an. Mit Drittliga-Aufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd erwartete die „Spitzmäuse“ eine echte Reifeprüfung. Die Gastgeber von Trainer Aaron Fröhlich agierten von Anfang an mit zusätzlichem Feldspieler, stellten den SKV frühzeitig vor Aufgaben. Dadurch verlangsamte sich allerdings auch die Spielgeschwindigkeit, vor allem im Aufbau. Bis zum 3:3 durch Sandro Münch (10.) waren die „Spitzmäuse“ gleichauf, leisteten sich darauf aber einige Fehlwürfe, was von den Hausherren prompt mit vier Treffern in Folge zum 7:3 bestraft wurde (14.). Für Jonas Reinold war die Partie zudem früh beendet. Der „Kanonier“ sah nach einem unglücklichen Foul die rote Karte. Das Schwöbel Team fing sich wieder und startete selbst einen 5:0-Lauf, den Neuzugang Julian Hofer nach Ballgewinn aufs leere Tor zum 7:8 vollendete (20.). Die letzten zwei „Spitzmaus“-Treffer der ersten Hälfte gehörten ebenso den zwei Youngstern, die von der JANO Filder an den Neckar wechselten. Julian Hofer per Gewaltwurf aus dem Rückraum und Kim Nusser vom Kreis nach Anspiel von Sandro Münch glichen zum 11:11 aus, bevor der TSB noch die 13:11-Halbzeitführung erzielen konnte.
In Durchgang zwei liefen die Gäste zunächst weiter einem konstanten Rückstand hinterher. Immer wieder taten sich Lücken in der offensiven Abwehr der „Spitzmäuse“ auf. Vier Zeitstrafen, die das Schwöbel-Team zum Agieren in Unterzahl zwangen, erleichterten dies nicht unbedingt. Als Luca Mangold in der 55. Spielminute wieder ausgleichen konnte, leckten die Gäste Blut und wollten die lange Fahrt nun auch vergolden. Rückkehrer Philipp Keppeler brachte seine Farben kurz darauf mit seinem achten Treffer an diesem Abend mit 27:26 in Führung. Zwei darauffolgende Treffer der Gmünder „Jets“ wurden Sekunden vor Schluss durch den starken Hofer egalisiert. Eine letzte Auszeit der Heimmannschaft erzielte keine Wirkung und so trennen sich die beiden Teams in einem intensiven Test mit 28:28. Das Trainerteam Schwöbel/Hackius blickt schon jetzt zufrieden auf die bisherige Integration der Neuzugänge.
Am 28. Juli endet die erste Vorbereitungsphase und die Mannschaft erhält eine Woche Verschnaufpause, bevor es am 13. August mit einem Heimspiel gegen den SV Fellbach weitergeht.
SKV Unterensingen: Deuschle (4 Paraden), Heinz (6 P.); Pracht (1/1), Werbitzky (2/1), Nusser (1), Reinold, S. Kenner (3), Hofer (3), Mangold (1), Fuhrmann (2), Sommer (1), Hiller, Münch (5), Keppeler (8/1), Brändle (1).

