Nächster Knaller am Freitagabend

SKV Derbygast bei der HSG Ostfildern in der Körschtalhalle!

Alle Handballfreunde in der Region dürfen sich freuen, „ein Derby auf diesem Niveau“ (Trainer Michael Schwöbel) zu erleben, wenn die „Spitzmäuse“ am Freitagabend (Spielbeginn um 20 Uhr) ihre Visitenkarte in der Körschtalhalle in Scharnhausen abgeben. Dabei hat mancher Unterensinger Akteur eine mehr oder weniger enge Verbindung zum kommenden Gegner, so wie Kim Nusser (Foto) und Julian Hofer, die von JANO Filder (Jugendhandball-Akademie des TSV Neuhausen und der HSG Ostfildern) zum SKV kamen, oder Jonas Reinold, der vor vier Jahren von der HSG nach Unterensingen wechselte. Kein anderer aber hat so eine HSG-Vergangenheit wie unser Trainer Michael Schwöbel. „Ich bin quasi in der Halle aufgewachsen“, schmunzelt er, hat in seiner ganzen  Jugend- und aktiven Zeit auschließlich für das Filderteam gespielt, und war dann auch fünf Jahre Trainer und sportlicher Leiter der HSG. Und sein Bruder Marc ist dort aktueller Co-Trainer. „Ich gönne Ostfildern immer zwei Punkte – außer gegen uns“, sagt Michael Schwöbel, und ergänzt: „Eigentlich habe ich einen guten Austausch mit meinem Bruder, in dieser Woche allerdings weniger.“

Nicht nur wegen des Derbycharakters verspricht die Begegnung eine spannende Partie zu werden: Beide Teams haben nach zwei Spielen 2:2 Punkte, der SKV gewann am letzten Spieltag mit 35:28 gegen HTVMeißenheim, die HSG verlor knapp mit 31:32 in Baden-Baden, holte dabei einen 25:32-Rückstand fast auf, vergab nur nach der Schlusssirene einen Strafwurf zum möglichen Ausgleich. Da zeichnet sich am Freitag kein Favorit ab. „Der Sieg gegen Meißenheim war wichtig. Jetzt können wir in Ostfildern befreit ins Spiel gehen“, sagt der sportliche Leiter Lukas Keppeler, und er sieht sogar einen Vorteil auf SKV-Seite, und zwar von der Routine her: „Wir haben mit Sandro Münch, Philipp Keppeler, Luis Sommer, Marvin Heinz, Nico Hiller, Dominik Werbitzky und Max Fuhrmann Spieler mit Drittliga- oder Regionalligaerfahrung in unseren Reihen. Und die HSG steht  vor einem Umbruch, hat eine blutjunge Truppe.“ Der Heimvorteil spricht andererseits für diese junge Truppe, und diese hat unter anderem mit dem Halblinken Dominik Keim (früher auch TV Bittenfeld und TSV Zizishausen und „ihr Schlüsselspieler in Abwehr und Angriff“, so Schwöbel) und Spielmacher Tim Bauer herausragende Akteure in der Mannschaft.

„Wir müssen uns auf mehrere taktische Varianten beim Gegner, unter anderem den siebten Feldspieler, einstellen“, weiß Schwöbel, und fährt fort: „Wir wollen aber dem Gegner selbst unser Spiel aufdrücken.“ Dabei kann Jonas Reinold, der aus dem Urlaub zurückgekehrt ist, mithelfen. Hinter dem Einsatz von Nico Hiller und Silvan Kenner, die schon gegen Meißenheim fehlten, steht dagen noch ein Fragezeichen. „Aber der Rest ist fit“, schaut Trainer Schwöbel dem Derby am Freitagabend zuversichtlich entgegen.

Uli Schmid

Foto Stefan Rosenfeld