Das erste Sonntagsspiel in der noch jungen Saison steht für die „Spitzmäuse“ am Wochenende auf dem Programm, und es führt sie – wie schon bei der HSG Ostfildern und beim TV Neuhausen/Erms zu einem Gegner, der von der Entfernung her nochmal durchaus in der Nähe liegt, manche sprechen gar von einem Derby. Am Sonntag um 17 Uhr empfängt der VfL Waiblingen Handball den SKV Unterensingen in der „Neuen Staufer-Sporthalle“ in Waiblingen.
Der Tabellenzwölfte der Vorsaison ist von den Zahlen her nicht gut in die Spielzeit gestartet, hat vier seiner fünf Spiele verloren und ziert so mit 2:8 Punkten das Tabellenende. Ihre einzigen Zähler holten die Waiblinger auswärts mit einem 29:28-Sieg bei der SG Heddesheim, daheim gingen alle drei Partien verloren. Deshalb sieht SKV-Trainer Michael Schwöbel den Druck am Sonntag auch bei den Gastgebern: „Nach ihrem Start müssen sie jetzt gegen einen Aufsteiger gewinnen.“
Vor zwei Wochen verloren die Waiblinger Tigers mit 28:33 gegen TuS Steißlingen (am letzten Wochenende waren sie spielfrei), beklagten dabei vor allem die mangelnde Chancenauswertung. Überhaupt spricht das Torverhältnis (132:151) der Waiblinger eher für eine starke Abwehr als einen sturmgewaltigen Angriff. „Ihre Stärke liegt im Verbund Abwehr plus Torwart“, hat auch Trainer Schwöbel erkannt. Zuletzt gegen Steißlingen hielt Keeper Joel Mekonnen überragend, zusammen mit Dominik Wolf (früher TSV Blaustein) bildet er ein starkes Torhüter-Duo. Der Punkt „mangelnde Chancenauswertung“ war in den vergangenen Wochen auch ein Thema in Unterensingen, aber dies wurde zuletzt ad acta gelegt beim 44:38-Sieg gegen Neuenbürg. „Jetzt müssen wir die richtige Mischung finden zwischen starker Abwehr wie gegen Neuhausen und guter Angriffsleistung wie letzte Woche“, fordert Michael Schwöbel. Ihm steht am Sonntag voraussichtlich der gesamte Kader (außer den Langzeitverletzten ) zur Verfügung, und er setzt wie schon in den Auswärtsspielen in Ostfildern und Neuhausen auf die Unterstützung der hoffentlich zahleich mitreisenden Fans. „Ein postives Punkteverhältnis wäre eine schöne Momentaufnahme“, sagt der Trainer.
Bericht: Uli Schmid
Foto: Stefan Rosenfeld


