Die zweite Mannschaft des SKV Unterensingen hat nach der Niederlage gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn II die passende Antwort gegeben. Gegen den HC Wernau setzten sich die Spitzmäuse in der heimischen Bettwiesenhalle mit 34:25 (15:11) durch und überzeugten vor allem mit einer stabilen Abwehr, einem starken Torhüter und einer geschlossenen Mannschaftsleistung.
Dabei brauchten die Unterensinger zunächst etwas Anlaufzeit. Bis etwa zur 15. bis 20. Minute tat sich der SKV im Angriff schwer, die Lücken in der gegnerischen Abwehr konsequent anzulaufen. Das Spiel wirkte phasenweise zu statisch. Defensiv waren die Gastgeber dagegen von Beginn an präsent und hielten Wernau in Schach. Mit zunehmender Spielzeit kam auch der Angriff besser ins Rollen: Der Ball lief flüssiger durch die eigenen Reihen, die Spieler suchten uneigennützig den besser postierten Mitspieler und nutzten ihre Chancen konsequenter. So erarbeiteten sich die Spitzmäuse bis zur Pause eine verdiente 15:11-Führung.
Einen entscheidenden Anteil daran hatte Torhüter Tobias Deuschle, der den Gästen mit zahlreichen Paraden den Zahn zog. Seine Fangquote lag laut Trainer Max Schlichter bei knapp 40 Prozent. Gleichzeitig fand Moritz Ambacher immer besser in die Spielleitung auf der Rückraummitte und attackierte die tiefen Räume zunehmend wirkungsvoll. Auch einfache Tore halfen dabei, den Vorsprung auszubauen.
Bereits in der ersten Halbzeit musste der SKV zwei personelle Rückschläge verkraften: Luis Maier verletzte sich am Knöchel, Luis Schwarz an der Hüfte. Beide waren wichtige Kräfte im Angriff und im Innenblock der Abwehr. Die Unterensinger mussten deshalb früh umstellen, ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Nach der Besprechung in der Halbzeitpause wechselten sie auf ihre zweite Abwehrvariante und setzten diese überzeugend um. Auch die notwendigen Spezialistenwechsel funktionierten reibungslos. Luis Garcia, der bereits in der Vorwoche eine Knöchelverletzung erlitten hatte, fehlte ebenfalls.
Am Ende stand ein klarer Neun-Tore-Erfolg, bei dem sich die Unterensinger auf ihre Kaderbreite verlassen konnten. Niko Lukic ragte mit sieben Treffern heraus und traf aus unterschiedlichsten Wurfpositionen. Zugleich betonte Schlichter, dass sich an diesem Abend niemand allein in den Vordergrund gespielt habe. Jonas Prasch organisierte die Abwehr, Moritz Ambacher lenkte das Spiel, Lukic und Janis Biebl überzeugten auf den Halbpositionen, während Dennis Pfisterer und Sebastian Schäfer defensiv viel wegräumten. Auch die Außenspieler nutzten ihre Chancen besser als zuletzt. Am Kreis blieben Nils Biebl und Prasch laut Trainer ohne Fehlwurf.
Besonders stolz zeigte sich Schlichter auf die Einstellung der Mannschaft. Trotz der Ausfälle von Simon Eßinger, Jonathan Benz, Niklas Lieb sowie der verletzten Maier und Schwarz sprang jeder in die Bresche und trug seinen Teil zum Erfolg bei. „Next man up“ – diese Philosophie lebe das Team, so der Trainer. Der deutliche Sieg war damit nicht nur eine sportliche Reaktion auf die vorherige Niederlage, sondern auch ein Beleg für den Zusammenhalt und die Breite des Kaders.
SKV Unterensingen 2 – HC Wernau 34:25 (15:11)
SKV: Tobias Deuschle, Finn Erhart; Luis Schwarz (2), Luis Maier (2/2), Aaron Rißmann (4), Moritz Ambacher (5), Niklas Lieb, Dennis Pfisterer (3), Sebastian Schäfer (2), Jonas Prasch (3), Nils Biebl (2), Laurent Cirkin, Janis Biebl (4/3)


