Chancenwucher mit Happy End

SKV Unterensingen 3 – TSV Denkendorf 3 29 : 28 (12:16)

Dass man mit mehr als 25 liegen gelassenen Torchancen trotzdem ein Handballspiel gewinnen kann, war uns bisher nicht bewusst. Gegen Denkendorf haben wir diese Wissenslücke erfolgreich geschlossen.

Nach 12:16 zur Pause und zwischenzeitlich sechs Toren Rückstand deutete zunächst wenig auf einen entspannten Abend hin. Vor allem vor dem Tor betrieben wir Chancenverwertung eher nach dem Motto: Man muss ja nicht gleich jede reinmachen.

Trotzdem blieben wir irgendwie dran. Und als zwischenzeitlich mal wieder eine Formation mit einem Altersdurchschnitt um die 40 auf der Platte stand, wurde auch klar: Was an Spritzigkeit fehlt, wird eben durch jahrzehntelange Lebenserfahrung kompensiert.

Beim 24:28 kurz vor Schluss hätte man die Partie dann eigentlich abhaken können. Stattdessen beschlossen wir plötzlich, das Torewerfen doch noch auszuprobieren. Hinten wurde dichtgemacht, vorne traf auf einmal fast alles – und mit einem 5:0-Lauf drehten wir das Spiel tatsächlich noch zum 29:28.

Ach ja: Vor dem Spiel gab es endlich mal wieder einen Schnaps. Direkt gewonnen. Mehr möchten wir zu diesem offensichtlich hochwissenschaftlichen Zusammenhang vorerst nicht sagen.

Am Ende bleiben zwei Punkte, jede Menge unnötig liegen gelassene Nerven und die Erkenntnis: Effizienz wird überschätzt – Hauptsache, die letzten fünf gehen rein.