Das erste Unentschieden – nach Sechs-Tore-Rückstand zweifellos ein Punktgewinn!  

„Spitzmäuse“ nehmen aus Waiblingen beim 27:27 noch einen Zähler mit

„Den Auswärtspunkt nehmen wir mit – nach dem Spielverlauf ist das ein gewonnener Punkt“, meinte SKV-Trainer Michael Schwöbel nach dem 27:27-Unentschieden in der Waiblinger Staufer-Sporthalle, der ersten Punkteteilung nach vorangegangenen drei Siegen und drei Niederlagen.

In der ersten Halbzeit hatte meist der SKV ein, zwei Tore vorgelegt, aber sich nie absetzen können. Das wäre sicher möglich gewesen, aber die SKV-Angreifer waren zu oft an Waiblingens überragendem Keeper Dominik Wolf gescheitert. Und so gelang den Waiblinger Tigers immer wieder der Ausgleich, so auch zum 12:12. Und dann gingen sie kurz vor der Halbzeitsirene selbst mit 13:12 in Führung.

Der Start in den zweiten Durchgang mißlang dann den „Spitzmäusen“ gründlich: zuerst baute das Tabellenschlusslicht seine Führung auf 16:12 aus, holte sich dann bis zur 40. Minute gar einen Sechs-Tore-Vorsprung heraus. Beim 20:14 zog dann Trainer Schwöbel die Reißleine und nahm eine Auszeit. Und diese zeigte auch prompt Wirkung: Julian Hofer und Max Fuhrmann verkürzten auf 20:16, und schon in der 44. Spielminute gelang Philipp Keppeler der Anschluss zum 21:22. Nochmal zogen die Gastgeber auf 24:21 weg. Aber die Unterensinger blieben dran, die Umstellung der Abwehr auf eine offensive 4:2-Deckung fruchtete ebenso wie das Spiel mit vier Rückraumakteuren im Angriff. Zudem parierte Marvin Heinz in dieser entscheidenden Phase wichtige Bälle. Und dann behielt Philipp Keppeler zweimal an der Siebenmeterlinie die Nerven, verwandelte auch zum 24:25-Anschluss. Florian Brändle gelang dann der 25:25-Ausgleich, wenig später Julian Hofer der Gleichstand zum 26:26. Der Jubel, auch bei den zahlreich mitgereisten Fans war groß, als Sandro Münch seine Farben in Unterzahl gar wieder mit 27:26 in Führung brachte. Doch der VfL glich schnell aus und hatte nach einem Unterensinger Ballverlust und einer Auszeit noch 40 Sekunden Zeit für einen weiteren Treffer. Doch die SKV-Abwehr ließ mit vereinten Kräften keinen Torwurf mehr zu. Das erste Saison-Unentschieden war pefekt, und Trainer Schwöbel konnte mit dem Punkt dann leben und sagte: „Es spricht für den Charakter der Mannschaft, nach dem Sechs-Tore-Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit zurückzukommen!“

VfL Waiblingen:  Wolf, Mekonnen, Hunter; Rummel, Strotbek, Haase (2/1), Volmer (3), Prasolov (3),Schönemann (3), Burkert (1), Leukert (4), Lübke (4), Schmid (3), Prasolov-Beer (1), Maurer (3).

 SKV Unterensingen:  Heinz, Deuschle; Pracht (1), Werbitzky (3), Nusser (1), Reinold (1), Silvan Kenner, Hofer (2), Fuhrmann (2), Sommer (2), Mangold, Hiller, Münch (4), Keppeler (7/4), Brändle (4).    

 Schiedsrichter:  Hoffmann / Sohns

 Zuschauer:  280

 Rote Karten: Prasolov-Beer (26./Foul), Volmer (45./Foul) – Werbitzky (57./Foul)

 Zeitstrafen: Prasolov, Leukert, Schönemann – Brändle

 Siebenmeter:  2/1 (Heinz pariert gegen Leukert) – 6/4 (Pracht vergibt zweimal gegen Wolf, verwandelt einmal davon im Nachwurf)

Bericht: Uli Schmid

Foto: Nico Bauhof