Am Samstag, wenn der HC Neuenbürg seine Visitenkarte in der Bettwiesenhalle abgibt, ist dies einerseits das Duell eines Liga-Neulings gegen eine gestandene Regionalliga-Mannschaft, andererseits aber auch die Partie zweier punktgleicher Tabellennachbarn: der SKV Unterensingen hat nach dem Auswärtssieg bei TV Neuhausen/Erms am letzten Spieltag ebenso 4:6 Punkte aufzuweisen wie der HC, der zuhause gegen den TSV Weinsberg unentschieden spielte.
Beide Mannschaften gehören damit zu einem Quartett aus vier Teams mit 4:6 Punkten, davor liegen vier weitere Mannschaften mit ausgeglichenem Punkteverhältnis, und davor wieder zwei Mannschaften mit 6:4 Zählern – nach fünf Spieltagen geht es extrem eng zu in der Tabelle der Regionalliga Baden-Württemberg, „von vorderem Mittelfeld bis Abstiegskampf ist es nur ein kleiner Unterschied“, sagt Trainer Michael Schwöbel. Deshalb ist es auch keine Floskel, dass „jeder jeden schlagen kann“ sondern eine Tatsache (vielleicht mit Ausnahme des verlustpunktfreien Tabellenführers TSV Heiningen).
So ist am Samstag, zum ersten Mal in dieser Saison zur traditionellen SKV-Anspielzeit um 19.30 Uhr, ein enges und spannendes Spiel zu erwarten, in dem die „Spitzmäuse“ auf ihren Heimvorteil mit ihren Fans im Rücken setzen. Allerdings ist zu bedenken, dass die Neuenbürger drei ihrer vier Punkte in auswärtiger Halle holten, dabei bei einem Mitfavoriten, der HG Oftersheim/Schwetzingen mit 33:28 gewannen. „Da kann man kaum von einer Auswärtsschwäche sprechen“, sagt Trainer Schwöbel und verweist auf den starken HC-Rückraum.
Beim SKV gestaltete sich das Training in dieser Woche schwierig – einige Spieler kränkelten und einige waren beruflich eingespannt. Aber bis zum Samstag sollten alle wieder einsatzbereit sein.
Bericht: Uli Schmid
Foto: Stefan Rosenfeld


