Die badischen Wochen gehen weiter

Ex-Bundesligist aus Willstätt zu Gast in der Bettwiesenhalle

Offiziell heißt der nächste Gegner des SKV Unterensingen am Samstag zur taditionellen Anwurfzeit um 19.30 Uhr HSG Willstätt/Hanauerland, aber er hat unter anderen Namen eine ruhmreiche Vergangenheit. Als TV Willstätt stieg der Verein aus dem Ortenaukreis Ende der 90er-Jahre zuerst in die zweite, dann sogar in die erste Bundesliga auf, spielte dort einige Jahre lang auch als SG Willstätt-Schutterwald und später als TV Willstätt-Ortenau wieder in der 2.Liga. Erst seit dem Jahr 2025 firmiert das Team unter dem neuen Namen und schloss die vergangene Spielzeit als Tabellensiebter mit 38:22 Punkten ab.

„Mit der SG kommt das Schwergewicht der Liga nach Unterensingen“, sagt unser Trainer Michael Schwöbel und meint dies auch in finanzieller Hinsicht. Rein sportlich erlaubte sich das Team von Trainer Ole Andersen allerdings einen Fehlstart in die laufende Spielzeit, verlor die ersten drei Begegnungen mit einer Tordiffenz von minus 18. Seither aber geht es aufwärts, die Mannschaft hat sich sichtlich stabilisiert, hat beginnend mit dem 32:24-Sieg gegen die HSG Ostfildern am 27. September fünf ihrer letzten sechs Partien gewonnen, nur beim knappen 28:29 bei der HG Oftersheim/Schwetzingen nochmal Punkte liegen lassen, zuletzt beim 32:27 gegen TuS Steißlingen überzeugt. Mit nunmehr 10:8 Punkten ist die SG direkter Tabellennachbar des SKV und kommt als Favorit nach Unterensingen. Die Willstätter haben in ihren Reihen einige starke Spieler aus dem nahen Frankreich, viel Respekt nötigt Trainer Schwöbel aber vor allem Top-Scorer Lennart Cotic ab sowie das Torhüter-Duo mit Gunther Zölle und Maxime Duchene. Aber die „Spitzmäuse“ brauchen sich nicht zu verstecken, ganz besonders in Heimspielen. „Mit viel Energie können wir sie schlagen, und dazu braucht es auch wie gegen Neuenbürg und Baden-Baden Druck von der Tribüne“, hofft der Coach wieder auf Unterstützung der Fans. Der Kader der „Spitzmäuse“ dürfte am Samstag fast vollständig sein, nur hinter dem Einsatz von Nico Hiller, der sich beim Auswärtspiel letzte Woche in Heddesheim eine Verletzung zuzog, steht ein dickes Fragezeichen.

Bericht: Uli Schmid

Foto: Stefan Rosenfeld