Die Luft wird dünner

SKV Unterensingen – TV Hardheim (21.03.2026, 19.30 Uhr)

Trügerische Sicherheit

Ein Blick auf die Tabelle verrät, es könnte nicht viel besser laufen für die Mannschaft von Michael Schwöbel. 13 Siege aus den vergangenen 15 Partien sprechen eine eindeutige Sprache. Selbst das jüngste Remis gegen die Drittliga-Reserve von Saase3 Leutershausen diente als Achtungserfolg, lag man doch zehn Minute vor Ende noch mit drei Treffern gegen eine Top-Mannschaft im Hintertreffen. Realistisch betrachtet stehen die „Spitzmäuse“ mit acht Punkten Vorsprung bei noch sechs verbleibenden Partien sehr nah am größten Erfolg der Vereinsgeschichte, dem Aufstieg in die 4. Liga, die aktuelle Regionalliga. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich direkt hinter dem SKV ein Feld von sechs Mannschaften befindet, das den Hausherren bei auftretender Nachlässigkeit schnell gefährlich werden kann. Angesichts der angespannten Personalsituation gibt Schwöbel die Richtung folgendermaßen vor: „Wir müssen alle Kräfte bündeln und benötigen mehr denn je das Publikum.“

Unscheinbarer Gast

Der kommende Gegner, der TV Hardheim, hat sich im Schatten der Spitzengruppe lange versteckt, tritt rechtzeitig zum Saisonendspurt zur Erscheinung. Die „Erftäler“ trennen aktuell zwei Punkte vom direkten Verfolgerplatz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Das Team von Alexander Schmidt ist seit nunmehr acht Partien ungeschlagen, bezwang zuletzt unter anderem daheim den TSV Wolfschlugen und die HSG Langenau-Elchingen, punktete außerdem in der Ulmer Kuhberghalle doppelt.

„Mit Hardheim kommt die nächste Mannschaft der Stunde mit viel Selbstbewusstsein nach Unterensingen. Für uns wird es wichtig sein eine kühlen Kopf zu bewahren und in die eigenen Stärken zu vertrauen.“

SKV-Kapitän Mike Pracht

Run and Gun

Die Gäste aus Nordbaden setzen im Angriff permanent auf einen zusätzlichen Feldspieler. Neben einem extrem schnellen Rückzug zwingen sie ihren Gegenüber damit eine defensive Haltung einzunehmen. Nachdem die „Spitzmäuse“ im Hinrundenspiel in Durchgang eins lange einem Rückstand hinterherrannten, profitierten sie in der Walter-Hohmann-Halle von einer starken Phase zwischen Minute 30 und 40, in der sie die Hausherren vermehrt zu technischen Fehlern drängten. Der TV Hardheim besitzt in Philipp Huspenina (116/50 Saisontore), der ligaweit auf Platz sechs der Torschützenliste liegt, seinen gefährlichsten Angreifer. Linkshänder Elias Bergmann reiht sich mit 97 Feldtoren acht Positionen hinter ihm ein.

Diagnose von Lorenz Kenner steht noch aus

Vor dem zweiten Heimspiel in Folge begleiten Trainer Michael Schwöbel große Personalssorgen. Eine finale Diagnose von Lorenz Kenners lädiertem Knie steht zwar noch aus, dass der Torjäger in dieser Saison nochmal zum Einsatz kommt, gilt allerdings als nahezu ausgeschlossen. Ebenso ist bei Regisseur Sandro Münch, der seit bald sieben Wochen ausfällt, kein konkreter Termin für einen Wiedereinstieg in Sicht. Zu allem Überfluss geht auch noch Kenners Positionspartner Jonas Reinold angeschlagen in die Partie. Der „Kanonier“ verletzte sich bei einer Rettungsaktion an der Hüfte und klagt seitdem über hartnäckige Schmerzen. Um im Saisonendspurt nicht unnötig ins Zittern zu geraten, benötigen die „Spitzmäuse“ in der heimischen Bettwiesenhalle zwingend einen Sieg. Die Mannschaft um Kapitän Mike Pracht setzt dabei auf die Unterstützung seiner treuen Fans.

+++ Rund ums Spiel +++

Letzte Begegnungen:

22.11.2025 TV Hardheim – SKV Unterensingen 28:34

Vollgepackter Handball-Samstag in der Bettwiesenhalle bereits ab 12.30 Uhr – nach D-, B- und A-Jugend empfängt die zweite Herrenmannschaft den HC Wernau, trainiert von Nico Hillers Bruder Timmy, zum Lokalderby. Den Abschluss macht schließlich der Oberliga-Tabellenführer.

Die Taktik der „Spitzmäuse“ scheint in dieser Saison gefragt zu sein. Nachdem Michael Schwöbels kleine Taktiktafel Ende Januar nach der Partie in Wolfschlugen nicht mehr auffindbar war, kam auch die größere Variante beim Auswärtsspiel in Langenau abhanden.