Historisches Spiel für den SKV

Das Abenteuer Regionalliga kann beginnen

Nach dem Durchmarsch durch die Oberliga steht für die „Spitzmäuse“ am Samstag ihr erstes Spiel in Deutschlands vierthöchster Spielklasse vor der Tür. Das absolute Novum in der Unterensinger Handballgeschichte. Und der Auftaktgegner ist dabei kein Geringerer als die SG Köndringen/Teningen. Die SG musste nach dem vorausgegangenen Aufstieg nach der vergangenen Spielzeit zwar gleich wieder den Gang zurück in die Regionalliga antreten, zählt aber mit der Erfahrung aus dieser Drittligasaison sicherlich mit zu den Top-Favoriten auf Meisterschaft und Aufstieg. Das Team aus dem Südbadischen setzt beim Trainerteam trotz des Abstiegs aus der 3. Liga auf Kontinuität, Chefcoach bleibt Ivan Mlinarevic.

Die Schwere der Aufgabe ist den Verantwortlichen des SKV natürlich bewusst, aber trotzdem meinen sowohl der sportliche Leiter Lukas Keppeler als auch Trainer Michael Schwöbel unisono, dass es keinen besseren Auftaktgegner für Unterensingen. geben könnte. „Das mit Abstand beste Los zum Saisonauftakt – im ersten Spiel beim Drittligaabsteiger haben wir gar nicht zu verlieren. Unsere Chancen würde ich auf fünf Prozent einschätzen, aber wenn es die Möglich gibt, den großen Favoriten zu ärgern, dann am ersten Spieltag, wenn sich die Mannschaft noch nicht vollumfänglich gefunden hat“, meint Lukas Keppeler und Coach Schwöbel ergänzt: „Für uns könnte es keinen bessseren Gegner geben“. Allerdings bezeichnet der Trainer den ersten Kontrahenten „ein bisschen als Blackbox“. Man wisse nicht wirklich viel über die Mannschaft, nur zum Beispiel dass Leistungsträger Pascal Helm seine Laufbahn beendet hat. „Trotzdem bleibt die SG natürlich haushoher Favorit“, betont Schwöbel, „aber der Druck liegt beim Gastgeber, und der kommt vom Abstieg und wir kommen vom Aufstieg mit der entsprechenden Euphorie“, sieht er auch eine Chance. Positiv ist zunächst einmal, dass bis auf die langzeitverletzten Lorenz Kenner und Torwart Samu Klotz alle Spieler fit sind. Neben den beiden fehlt am Samstag in der Ludwig-Jahn-Halle in Teningen nur Jonas Reinold, der noch im Urlaub weilt.

Trainer Schwöbel sieht seine Truppe gut präpariert: „Wir haben in der Vorbereitung viel probiert, und die Mannschaft hat schon gute Ansätze gezeigt.“ Die vier Neuen seien alle bestens integriert: „Die erfahrenen Philipp Keppeler und Luis Sommer tun uns beide auf ihre Weise sehr gut, und die jungen Kim Nusser und Julian Hofer machen ihre Sache prima.“ Jetzt aber ist die Testphase vorbei – der Ernst beginnt, wenn der eindeutig als Kapitän bestätigte Mike Pracht sein Team im historischen Viert-Liga-Match auf das Spielfeld führt. Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass die Neuzugänge Keppeler und Sommer in der vergangenen Saison mit ihrer damaligen Mannschaft, den MadDogs aus Neuhausen, das Spiel bei der SG mit 38:37 für sich entscheiden konnten.

(Heinz Ulrich Schmid)