Im dritten Spiel nach dem Aufstieg in die Regionalliga ist bei den „Spitzmäusen“ endgültig die Luft raus. Gegen einen Gegner, der mit allem den drohenden Abstieg abwenden will und diesen Kampf letztendlich dennoch verliert, sind die Spieler von Michael Schwöbel beim 30:22 im letzten Saisonspiel chancenlos.
Gastgeber wollen sich nichts nachsagen lassen
Durch den Sieg der TSG Söflingen am Feiertag bei Saase3 Leutershausen Handball 2 hatten es die SG‘ler nicht mehr in der eigenen Hand selbst ans rettende Ufer zu gelangen. Dennoch wollten sie vor vollem Haus nochmal alles reinlegen. Marvin Heinz hatte sich kurzfristig krank gemeldet, dafür war Finn Erhardt mit an der Seite von Tobias Deuschle. Nachdem Nico Hiller beim 1:1 noch ausgleichen konnte, zündeten die Gastgeber den Turbo und gingen über 4:2 mit fünf Treffern in Folge mit 9:2 in Front. Schwöbel hatte zu diesem Zeitpunkt schon seine zweite grüne Karte gelegt (18.). Auch in den folgenden Minuten der ersten Hälfte leisteten sich die „Spitzmäuse“ immer wieder einfache Ballverluste oder scheiterten am stark aufgelegten Torhüter Dennis Weiland. Bereit zum Pausentee hatten sich die Gastgeber einen beachtlichen 16:8-Vorsprung herausgespielt.
Schwöbel appelliert an seine Mannen
Nachdem er in der Besprechung zunächst etwas lauter wurde, richtete Schwöbel die Köpfe seiner Spieler wieder auf und hoffte auf ein anderes Gesicht in Hälfte zwei. Die „Spitzmäuse“ gingen nun zwar mit mehr Druck in die Zweikämpfe, Florian Brändles Anschlusstreffer zum 16:9 war allerdings die geringste noch folgende Hypothek. Nachdem Sebastian Clement per Tempogegenstoß das 22:12 für die SG Lauterstein erzielte, bediente sich Schwöbel seiner letzten Auszeit. Mit mehrfachen Konzeptionswechseln in der Abwehr und Spielerwechsel im Angriff versuchten die „Spitzmäuse“ alles um nochmal in die Partie zu gelangen. Dominik Werbitzkys Anschlusstreffer zum 23:16 folgten allerdings wieder drei der Gastgeber zur erstmaligen Zehn-Tore-Führung (46.) . Während sie bereits parallel zum eigenen Spielgeschehen eifrig den Spielstand von der Partie Wolfschlugen-Söflingen verfolgten, dauerte es nach Spielende noch einige Minuten, um das Ergebnis zu erfahren. Durch das Remis muss die Mannschaft von Markus Stuber trotz 30:22-Kantersieg gegen den Meister den Gang in die Verbandsliga antreten.
SKV hofft auf Lokalderbys
Nachdem Toni Lutter mit seinem TV Neuhausen/Erms erfreulicherweise in buchstäblich letzter Sekunde die 4. Liga halten kann, besteht für den TSV Wolfschlugen nach wie vor die Möglichkeit per Aufstiegsrelegation gegen den badischen Vertreter HTV Meißenheim in die Regionalliga mitzuziehen. Auf Unterensinger Seite würde man sich natürlich sehr über die dadurch anstehenden Lokalderbys freuen. Der SKV Unterensingen bedankt sich bei allen Fans und Unterstützern für den Support in der abgelaufenen Saison.
SG Lauterstein – SKV Unterensingen 30:22 (16:8)
SG Lauterstein: Weiland, Alrachid; Fa. Lackinger, Fy. Lackinger (2), Helfrich (1), Clement (3), Allmendinger (5), T. Lackinger (4), Ziller (1), Abele, Eberhardt (4), L. Lenz, Bäuerle, B. Lenz (3), Schattner (1), Kölle (6/1)
SKV Unterensingen: Deuschle (3 Paraden), Erhardt (3 P.); Brunngräber, Pracht (5/4), Werbitzky (1), Volz (1), Reinold, S. Kenner (1), Böck (2), Fuhrmann, Mangold, Hiller (2), Münch (4), Brändle (6).

