Zweite Hälfte aus Langenau als Benchmark
Der vor allem in der zweiten Hälfte souveräne Auftritt bei der HSG Langenau-Elchingen vollendete die jüngste Komponente der neuen vierteiligen Erfolgsserie des SKVs. Rechnerisch fehlen dem Team von Michael Schwöbel noch drei Siege aus sieben verbleibenden Partien um den größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu feiern. Nach zwei Auswärtsspielen in Folge empfangen die „Spitzmäuse“ die Reserve von Saase3 Leutershausen, deren erste Mannschaft in der 3. Liga antritt, in der heimischen Bettwiesenhalle. Nachdem der Saisonstart eher mäßig verlief, befindet sich die Spielgemeinschaft aus Großsachsen und Leutershausen im offenen Rennen um den zur Aufstiegsrelegation berechtigenden Platz zwei.
S3L seit 6 Spielen ungeschlagen
Die letzte Niederlage der Truppe von Timo Baumann ist schon etwas länger her – am Nikolaustag 2025 verlor man mit 27:32 beim heimstarken TSV Wolfschlugen. Bis zur Punkteteilung am vergangenen Samstag in Lauterstein (28:28) gelangen der S3L fünf Siege in Folge, darunter beeindruckende Ergebnisse wie der Kantersieg gegen den Tabellenzweiten TSV Amicitia 06/09 Viernheim (40:27), der Erfolg gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn (36:31) oder das Ausrufezeichen in der gefürchteten Sandberghalle beim TV Flein (28:37).
Veränderte Vorzeichen im Vergleich zum Hinspiel
Im vergangenen November überzeugten die „Spitzmäuse“ in der Sachsenhalle, legten bereits zum Start ein Feuerwerk. Dass es bereits nach 16 gespielten Minuten 3:9 stand, lag vor allem am überragenden Torhüter Tobias Deuschle, der die Hausherren mit insgesamt 16 gehaltenen Bällen, darunter klarste Tormöglichkeiten, deutlich entnervte. Zur Erfolgsgeschichte gehörte auch die Tatsache, dass Lorenz Kenner Saase3s Top-Scorer Hannes Weindl, der in der Partie zuvor zwölf Feldtore erzielte, beinahe komplett ausschaltete. Für den Rückraum-Linken war die damalige Partie seine letzte, schloss er sich doch im Anschluss dem Regionalligisten SG Heddesheim an. Ebenso in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird der flinke Regisseur Joshua Knopf. Bereitete der Youngster der SKV-Defensive mit seinem athletischen Zweikampfverhalten im Hinspiel noch so einige Probleme (sechs Treffer), fällt er mittlerweile leider mit einer langwierigen Knieverletzung aus.
Herausragende Qualität im Kader der Gäste
Trotz besagter Widrigkeiten besitzt die S3L immer noch genug Klasse, um den „Spitzmäusen“ alles abzuverlangen. Der verlässliche Rechtsaußen Simon Spilger liegt mit 111/31 erzielten Treffern auf Platz sieben der Liga-Torschützenliste. Zwei Plätze dahinter rangiert der junge Rückraumspieler Bastian Seitz, der die Gäste nach der Runde ebenfalls zur SG Heddesheim verlassen wird, mit 104 erfolgreichen Torabschlüssen. Darüberhinaus lässt der ehemalige Bundesligaprofi Jonathan Scholz auf Linksaußen immer wieder seine Klasse aufblitzen. Defensiv stellt die Spielgemeinschaft eine kompakte 6:0-Abwehrreihe.
Das Ziel ist klar definiert
Der Kader der „Spitzmäuse“ scheint zu den vorherigen Spielen unverändert, bis auf die Langzeitverletzten Sandro Münch und Samuel Klotz stehen Michael Schwöbel voraussichtlich alle Akteure zur Verfügung. Ein positives Zeichen in der letzten Partie in Langenau war, dass Kapitän Mike Pracht endlich wieder länger auf der Platte stand und neben einer guten Abwehrleistung noch vier Treffer zum Sieg beisteuern konnte. Bei nunmehr neun Punkten Vorsprung auf Platz zwei bei noch sieben verbleibenden Spielen will sich der SKV die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen, weiß den Platz an der Sonne allerdings als noch nicht selbstverständlich zu nehmen. Die Mannschaft freut sich darauf endlich wieder vor heimischen Publikum auflaufen zu dürfen.
+++ Rund ums Spiel +++
Letzte Begegnungen:
15.11.2025 Saase3 Leutershausen Handball 2 – SKV Unterensingen 28:32
Wie schon in der vergangenen Spielzeit befindet sich das Feld in der Oberliga Baden-Württemberg extrem dicht beieinander. Mit Ausnahme des SKVs, der einen Soloritt an der Spitze treibt, trennen Platz zwei und neun gerade einmal zwei Verlustpunkte.
Im Rahmen eines Schüleraustauschs ging es für den Realschul-Lehrer Lukas Volz direkt am Sonntag Morgen mit der Bahn nach Antwerpen. Leider nicht wie von Volz vermutet mit dem Sportkurs, sondern im Rahmen des Fachs Erdkunde. Die vier paar Laufschuhe, die er für das vermutete Höhentrainingslager eingepackt hatte, brachten ihm beim Sight Seeing nur bedingt Vorteile. Antwerpen liegt eben doch in Belgien und nicht in Südafrika. Pünktlich zum Spiel am Samstag sollte er also in ausgeruhter Form zurück sein.

